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> Einführung Dickdarmkrebs <


Darmschleimhaut mit
Tumoren mehr
Wie alle Krebsarten entsteht auch der Dickdarmkrebs aus ursprünglich gesunden Zellen, in denen sich im Laufe der Zeit das Erbgut verändert. Diese Veränderungen werden als Mutationen bezeichnet und betreffen ganz spezifische Gene, Onkogene oder Tumor-Suppressorgene genannt. Sie heissen so, weil Mutationen in ihnen ein Tumorwachstum auslösen können. Der Prozess beginnt in der inneren Schicht des Dickdarms, der Darmschleimhaut. Als Folge einer Mutation beginnt sich eine Schleimhautzelle ungeordnet zu teilen und bildet Wucherungen, so genannte Polypen oder Adenome.

Adenome können sich auf Grund weiterer Mutationen zu bösartigen Tumoren entwickeln, deren Zellen sich im ganzen Darmgewebe ausbreiten und schliesslich via Blut- und Lymphbahnen in die Leber und weitere Organe gelangen. Tumore, die sich aus solchen Zellen entwickeln nennt man Metastasen.

Dickdarmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Europa und Nordamerika und wird meistens im Alter ab 60 Jahren diagnostiziert. Wie oben erwähnt, treten zuerst harmlose Adenome auf, die sich deutlich von der Darmschleimhaut abheben. In diesem frühen Stadium können sie während einer Darmspiegelung leicht entfernt werden. Seit man vorsorgliche Darmspiegelungen durchführt, nimmt deshalb die Häufigkeit bösartiger Dickdarmtumore ab.

Über 80% aller Dickdarmtumore treten sporadisch auf und etwa 10% werden vererbt. Die sporadisch auftretenden Formen entstehen im Verlauf des Lebens durch spontane Mutationen von Onkogenen oder Tumor-Suppressorgenen. Den vererbbaren Formen liegen jedoch genetische Defekte zugrunde, die an die Nachkommen weitergegeben werden. Die häufigste dieser vererbbaren Formen trägt die Bezeichnung HNPCC, was für den englischen Ausdruck ‚Hereditary Nonpolyposis Colon Cancer' steht (deutsch: vererbbarer polypenloser Dickdarmkrebs). Dieser Form gehören rund 5% aller Dickdarmtumore an. Da der Dickdarmkrebs so häufig vorkommt, ist HNPCC die häufigste erblich bedingte Krebsform überhaupt.
 

Vererbbarer Dickdarmkrebs (HNPCC)
Ursachen und Entstehung

DNA-Reparatursysteme
Wie Proteine falsch kopierte DNA reparieren.

Genomik und Proteomik bei der Erforschung von Dickdarmkrebs
Wofür werden Genomik und Proteomik bei der Erforschung des Dickdarmkrebs eingesetzt?

Projekt Dickdarmkrebs
Dickdarmkrebs kann genetisch vererbt werden. Wie die Gruppe von Prof. Jiricny die Erkrankung mittels genomischer und proteomischer Analysen erforscht.
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